Mittwoch, 1. Juni 2022

Praxis Dr. Schräg: "Zu schnell unterwegs"

 

Ja, Dr. Schräg am Apparat!

Anrufer: Hallo Herr Doktor, ich wollte mich mal mit Ihnen austauschen.

Dr. Schräg: Ja, bitte!

Anrufer: Also, ich bin vorbestraft, aber sonst geht’s mir gut.

Dr. Schräg: Sie sind vorbestraft und es geht Ihnen gut.

Anrufer: Ja, das stimmt. Manchmal denke ich, dass alles viel zu schnell gegangen ist.

Dr. Schräg: Alles ist zu schnell gegangen.

Anrufer: Ja. Wissen Sie, ich bin nämlich ein Kapitän.

Dr. Schräg: Sie meinen, Sie sind ein richtiger Kapitän und haben ein Schiff?

Anrufer: Nein, nein. Ich bin, nee, ich war mal ein "Kapitän der Landstraße" und immer verdammt schnell unterwegs. Das können Sie mir glauben.

Dr. Schräg: Sie waren also Fernfahrer. Interessant!

Anrufer: Ja, und schnell war ich. Das hat auch mein Chef immer gesagt. Freddy hat er gesagt, du bist der Schnellste.

Dr. Schräg: Aber ist das nicht gefährlich, ich meine, so mit 40 Tonnen im Rücken? Und dann steht nachts plötzlich ein Reh auf der Straße.

Anrufer: Wenn’s doch nur ein Reh gewesen wäre, aber es war eine Frau.

Dienstag, 24. Mai 2022

Schelmereien: Anmerkungen zur „Duldungsstarre“ bei weiblichen Schweinen

Mit weitreichenden Folgen - auch im zwischenmenschlichen Bereich!

Wie Eingeweihten bekannt, bewirkt ein Duftdrüsen-Sekret des Ebers bei brünstigen Säuen eine völlige Apathie. Für seine eindeutigen Absichten ist das eine sehr geeignete Verhaltensweise, kann er sich doch erst jetzt seiner immer schönen und auch so wichtigen Lieblingsbeschäftigung ungestört widmen. Es handelt sich hierbei um die so genannte Duldungsstarre.
Nach neuesten Forschungsergebnissen aus den USA steht nun eine auch im zwischenmenschlichen Bereich anwendbare Variante des schweinischen Duftstoffes in Kürze vor dem Durchbruch. Allerdings regen sich schon erste Proteste gegen die Markteinführung. Ethisch, moralische Bedenken sind auch angebracht, wenn man bedenkt, dass in der praktischen Anwendung dem menschlichen Eber nur wenige Tropfen genügen, um ungehemmt seinen schweinischen Trieben frönen zu können.

Nach allerneuesten Forschungsergebnissen - diesmal aus Belutschistan - arbeitet eine sehr engagierte Gruppe von Forscherinnen an der Extrahierung eines Duftdrüsen-Sekrets, nun aber vom weiblichen Schwein, welches dem schnüffelnden Eber Lustmangel und fehlende Empfängnisbereitschaft signalisiert. Bisher haben die Eber entsprechend reagiert und sind leicht frustriert davongezogen. Wie sich allerdings Versuchspersonen männlichen Geschlechts verhalten werden, ist noch nicht endgültig geklärt. Es steht zu vermuten, dass zumindest einigen Exemplaren dieser Gattung die vom Objekt ihrer Begierde vorgetäuschte Lustlosigkeit oder gar die mangelnde Empfängnisbereitschaft völlig schnuppe sind, und sie sich ganz auf die Wirkung ihrer eigenen, vermutlich teuren Tropfen, verlassen werden.
Nun ist es auch nicht jedermanns Sache, sich mit einer erstarrten und völlig apathischen Frau zu vergnügen. Und was einem Schwein recht ist, sollte auch einem Menschen billig sein. Was würde uns sonst von den im Übrigen recht sympathischen Tieren unterscheiden?

Sonntag, 22. Mai 2022

Praxis Dr. Schräg: "Der Putzteufel"

Dr. Schräg am Apparat!

Anruferin: Guten Tag, Herr Doktor!

Dr. Schräg: Guten Tag! Was haben Sie denn auf dem Herzen?

Anruferin: Ja, also direkt auf dem Herzen habe ich nichts, es sind eher die Augen.

Dr. Schräg: Sie sind sehbehindert?

Anruferin: Nein, nein! Ich wäre aber froh, wenn ich nichts mehr sehen würde.

Dr. Schräg: Sie wären froh, wenn Sie nichts sehen würden?

Anruferin: Ja, so ist es. Lange halte ich es bestimmt nicht mehr aus und es wird immer schlimmer und schlimmer.

Dr. Schräg: Was wird denn immer schlimmer? Sie müssen sich schon ein bisschen klarer ausdrücken, ich bin Psychologe und kein Hellseher.